Geschichte der ungarischen Opposition

Der ungarische Volksaufstand, die Ungarische Revolution von 1956, wurde mit besonderer Härte niedergeschlagen. Über 500 Menschen wurden hingerichtet, Zehntausende kamen in Internierungslager oder ins Gefängnis, 200.000 Menschen verließen das Land. Grund dafür, dass die ungarische Gesellschaft sich mit der Rückkehr zur Diktatur abfand, war jedoch nicht allein die Angst. Auch die Partei zog aus der Revolution die Schlussfolgerung, dass die Geduld der Gesellschaft ihre Grenzen hat. Das sich konsolidierende kommunistische System stellte die Massenverfolgungen ein und sorgte über längere Zeit für einen steigenden Lebensstandard – selbst um den Preis einer immensen Auslandsverschuldung. Der „Gulaschkommunismus“ – halblegale private Initiativen in den Nischen der verstaatlichten Wirtschaft – ermöglichten es einer großen Anzahl von Bürgern, im Rahmen des bestehenden Systems eigene Interessen zu verwirklichen. Dafür mussten sie jedoch diverse Kompromisse in Kauf nehmen. (...)

Zur Oppositionsgeschichte

Erinnerungskultur in Ungarn

Hier finden Sie demnächst Informationen über die heutige Auseinandersetzung mit der kommunistischen Diktatur in Ungarn. Wir bitten um etwas Geduld.

Landeschronik Ungarn

01.02.1946

Proklamation der Republik Ungarn.

 

10.02.1947

Unterzeichnung des Friedensvertrages mit den Staaten der Anti-Hitler-Koalition, Paris.

 

31.08.1947

Parlamentswahl. Durch Wahlmanipulation erhält der Linke Block ca. 60 % der Parlamentssitze.