Russland

In Leningrad beginnen Wiktor Kriwulin und Tatjana Goritschewa mit der Herausgabe der literarisch-publizistischen und religionsphilosophischen Zeitschrift „37“. Es ist die erste und zugleich die bekannteste Leningrader Samisdat-Zeitschrift, deren Thema die unabhängige Kultur ist. Bis 1981 erscheinen 21 Ausgaben.

Eine Unterstützungsgruppe für die Umsetzung der Helsinkier Vereinbarungen in der UdSSR formiert sich: die Moskauer Helsinki-Gruppe. Initiator und erster Vorsitzender wird Juri Orlow. Die Gruppe dokumentiert und publiziert Informationen über Menschenrechtsverletzungen sowie andere humanitäre Angelegenheiten, wie sie im sogenannten „Korb III“ der Schlussakte der Konferenz für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (KSZE) festgehalten sind, die am 1. August 1975 von den europäischen Staats- und Regierungschefs in Helsinki unterzeichnet worden war. Die erstellten Dokumente und Berichte werden an die Moskauer Botschaften der Unterzeichnerstaaten der KSZE-Schlussakte weitergeleitet. Auf Pressekonferenzen werden diese Informationen auch an ausländische Journalisten weitergereicht.

Die erste Ausgabe der historisch ausgerichteten Samisdat-Zeitschrift „Pamjat‘“ erscheint in Moskau und Leningrad. Sie ist der Geschichte der UdSSR gewidmet. Bis 1981 werden fünf Hefte herausgegeben.

Gründung der Litauischen Helsinki-Gruppe. Die Gründungsmitglieder sind: Viktoras Petkus, Tomas Venclova, Karolis Garuckas, Ona Lukauskaitė-Poškienė und Eitan Finkelstein.