Philosoph, Ideenhistoriker, politischer Publizist, Professor der Universität Warschau; Teilnehmer des März 1968, ab 1979 Chefredakteur der Zeitschrift „Res Publica“.

Mitte 1987 akzeptierte Król den Vorschlag der Behörden, „Res Publica“ offiziell unter Kontrolle der Zensur erscheinen zu lassen. Dies rief die Kritik einer Reihe von Oppositionsaktivisten hervor, aber die Zeitschrift erreichte nunmehr eine Auflage von 25.000 Exemplaren. Ab November 1987 gehörte er einer Gruppe von Persönlichkeiten an, die von Lech Wałęsa zusammengerufen worden waren und sich am 18. Dezember 1988 als Bürgerkomitee beim Vorsitzenden der Solidarność (Komitet Obywatelski przy Przewodniczącym NSZZ „Solidarność“) konstituierten. Er nahm an den Beratungen des Runden Tisches (6. Februar bis 5. April 1989) als Mitglied der Kommission für politische Reformen und der Unterkommission für Massenmedien teil.

Nach dem politischen Umbruch war Marcin Król bei den Präsidentenwahlen 1990 Mitglied im Wahlkampfteam von Tadeusz Mazowiecki. Seit 1992 ist er Professor am Institut für Angewandte Gesellschaftswissenschaften der Universität Warschau und publizistisch tätig (unter anderem bei „Res Publica Nowa“ und dem „Tygodnik Powszechny“).

Krzysztof Burnetko
Aus dem Polnischen von Markus Pieper und Wolfgang Templin
Letzte Aktualisierung: 11/15