Erinnerungskultur in Moldau

Die Auseinandersetzung mit der kommunistischen Vergangenheit in Moldau wird bislang nur von einer kleinen Minderheit geleistet. Hauptthema sind dabei die Deportationen der Zivilbevölkerung. So wurde von einer privaten Initiative in Chișinău ein Museum eröffnet, das sich den Deportationen widmet. Ebenso wurde vor dem Bahnhof, von dem aus die Deportationszüge starteten, ein Denkmal errichtet und im Historischen Nationalmuseum eine Abteilung eröffnet, die sich mit den kommunistischen Repressionen beschäftigt.

Im transnistrischen Landesteil, der sich als kommunistisch bezeichnet, gibt es ein Mahnmal, das von einer Gruppe von Überlebenden und Nachkommen Repressierter errichtet wurde und von diesen auch gepflegt wird.

Vgl.: Museen und Gedenkstätten zur Erinnerung an die Opfer der kommunistischen Diktaturen, hrsg. v. Anna Kaminsky, erarbeitet v. Anna Kaminsky, Ruth Gleinig und Lena Ens, Dresden 2018, S. 225.