In Moskau wird SMOG, ein inoffizieller Verband junger Schriftsteller, gegründet.

In der armenischen Hauptstadt Jerewan findet aus Anlass des 50. Jahrestages des Völkermords an den Armeniern (1915 auf Geheiß der türkischen Regierung) eine illegale Demonstration mit vielen Tausend Teilnehmern statt.

In Kiew, Lemberg, Iwano-Frankiwsk, Luzk, Tarnopol, Schytomyr und Feodossija auf der Krim kommt es zu einer ersten Verhaftungswelle unter oppositionell eingestellten ukrainischen Intellektuellen. Festgenommen werden zirka 25 Personen, zumeist aus dem Umfeld des Kiewer Klubs der schöpferischen Jugend und seines Lemberger Pendants.

Während der Vorführung des Films „Feuerpferde“ (Originaltitel: „Tini zabytich predkiv“/Schatten vergessener Vorfahren) von Sergei Paradschanow in Kiew kommt es zu Protesten gegen die Verhaftungen von Intellektuellen. Zu den Protestierenden gehören Iwan Dsjuba, Wjatscheslaw Tschornowil, Wassyl Stus und Michajlina Kozjubinska.

Verhaftung der Schriftsteller Andrei Sinjawski (Pseudonym „Abram Terz“) und Juli Daniel (Pseudonym „Nikolai Arschak“), die ihre Werke seit einigen Jahren im Westen veröffentlicht hatten.

Iwan Dsjuba wendet sich mit einem Schreiben an das ZK der Kommunistischen Partei der Ukraine, in dem er gegen die Verhaftungen Intellektueller protestiert. Dem Schreiben fügt er seine Arbeit „Internationalismus oder Russifizierung?“ bei. Weiter über den Samisdat verbreitet, wird dieser Text zu einem Manifest der sogenannten Generation der Sechziger.