In der Schweiz erscheint das von der Freien Protestantischen Universität Bern herausgegebene Buch „Die Intelligenz auf dem Weg zur Macht“ (Az értelmiség útja az hatalomhoz) von György Konrád und Iván Szelényi.

In Estland erscheint in estnischer Sprache die unabhängige politische Zeitschrift „Lisandusi mõtete ja uudiste vabale levikule Eestis“. Darin werden Dokumente der estnischen Unabhängigkeitsbewegung und Materialien über estnische politische Gefangene veröffentlicht. Bis 1986 erscheinen 25 Ausgaben.

In Litauen gesellen sich zu der bereits großen Anzahl unabhängiger Zeitschriften weitere hinzu – unter anderen die linksliberale Schrift „Perspektyvos“.

Ján Mlynárik publiziert unter dem Pseudonym „Danubius“ in der 57. Ausgabe der Exilzeitschrift „Svědectví“ den Aufsatz „Thesen zur Vertreibung der tschechoslowakischen Deutschen“ (Tézy o vysídlení československých Němců).

Als Ergebnis der Proteste eines Teils der ungarischen Intelligenz in der Südslowakei gegen die von der Regierung geplante Schulreform, durch die an Schulen der ungarischen Minderheiten verstärkt Unterricht auf Slowakisch stattfinden soll, gründet die ungarische Minderheit ein Komitee zur Verteidigung der ungarischen Minderheitenrechte in der Slowakei.

In Bratislava findet die „Fiktive Kulturwoche“ statt, die von Künstlern wie Ján Budaj aus den Kreisen der unabhängigen Kultur organisiert wird.

Im „Spiegel“ erscheint das „Manifest des Bundes Demokratischer Kommunisten Deutschlands“ einer angeblichen Opposition innerhalb der SED. Hinter dieser Schrift steht, wie sich herausstellt, der Stasi-Agent Hermann von Berg. Die Auswirkungen der Publikation, die über das Fernsehen auch in der DDR bekannt wurde, sind jedoch für die Staats- und Parteiführung negativ.

54 Intellektuelle unterzeichnen die Gründungserklärung der Gesellschaft für Wissenschaftliche Kurse. Bereits seit Herbst 1977 hatten in Warschau inoffizielle offene Vorlesungen im Rahmen der sogenannten Fliegenden Universität (Uniwersytet Latający) stattgefunden (der Name war eine Anspielung auf geheime Bildungsinitiativen in der Zeit der russischen Zarenherrschaft). Zu den in Privatwohnungen stattfindenden Vorlesungen verschiedener oppositioneller Referenten erschienen regelmäßig mehrere Dutzend Zuhörer. Anfang 1978 gibt sich diese Initiative dann den Namen Gesellschaft für Wissenschaftliche Kurse und einen neun Personen umfassenden Programmrat. In Krakau und – oft auch unabhängig von der ursprünglichen Initiative – in anderen Städten finden entsprechende Veranstaltungen statt. Sowohl Zuhörer als auch Referenten müssen Schikanen über sich ergehen lassen. So werden jugendliche Schlägertrupps in die Veranstaltungen geschickt, die die Teilnehmer provozieren und oftmals auch tätlich angreifen. Zu den Referenten jener Zeit zählen unter anderen Stefan Amsterdamski, Władysław Bartoszewski, Tomasz Burek, Bohdan Cywiński, Jerzy Jedlicki, Tadeusz Kowalik, Jacek Kuroń, Adam Michnik, Irena Nowakowa, Adam Stanowski, Jan Strzelecki, Andrzej Tyszka, Andrzej Werner und Wiktor Woroszylski. Trotz zunehmender Repressionen finden die offenen Vorlesungen bis Ende 1979 statt. Es werden außerdem Stipendien vergeben und zensurunabhängige wissenschaftliche Hefte herausgegeben.

Versuch der Bildung einer unabhängigen Gewerkschaft in der UdSSR. Es formiert sich „SMOT“ als „Freie Berufsübergreifende Vereinigung der Werktätigen“ (Svobodnoe Mežproffesional’noe Ob‘‘edinenie Trudjaščichsja), die auch ein eigenes Informationsbulletin herausgibt.

In Kattowitz gründen Kazimierz Świtoń, Roman Kściuczek, Ignacy Pines, Władysław Sulecki und Tadeusz Kicki das Komitee Freier Gewerkschaften. Daraufhin gehen die Miliz und der Staatssicherheitsdienst mit besonders harten Repressionen gegen sie vor.

Gründung der Initiativgruppe zur Verteidigung der Rechte Behinderter, der ersten Dissidentenorganisation mit sozialen Aufgaben.

Unruhen in Tiflis: Gefordert wird die Beibehaltung des Georgischen als Amtssprache. Der Oberste Sowjet der Georgischen SSR erfüllte die Forderung der Demonstranten.

Die Gründungserklärung der Freien Gewerkschaften der Küste wird von Andrzej Gwiazda, Antoni Sokołowski und Krzysztof Wyszkowski verlesen. Die Mitglieder der Freien Gewerkschaften der Küste (zu denen neben den Erwähnten auch Joanna Duda-Gwiazda, Bogdan Lis, Alina Pieńkowska, Anna Walentynowicz und Lech Wałęsa gehören) diskutieren mit den Arbeitern und verteilen unabhängige Publikationen. Ab August 1978 geben sie mit dem „Robotnik Wybrzeża“ (Arbeiter der Küste) ihre eigene Zeitschrift heraus und engagieren sich im Zusammenhang mit den Gedenkfeierlichkeiten zu den Jahrestagen des Dezember 1970.

In Tiflis entsteht die „Republikanische Partei Georgiens“. Gründer sind unter anderen die Brüder Dawid und Lewan Berdsenischwili.

Die politische Quartalsschrift „Krytyka“ erscheint, herausgegeben von Jacek Kuroń, Jan Kofman, Jan Lityński, Adam Michnik, Stefan Starczewski, Jan Walc und anderen. Breiten Platz erhalten darin die Traditionen sowie die ideologischen und programmatischen Aspekte der demokratischen Bewegung sowie auch die polnische Nachkriegsgeschichte. Von 1982 bis 1994 wird die Zeitschrift von Jan Kofman geführt, der in den 80er Jahren zugleich Herausgeber der Schriftenserie „Biblioteka Kwartalnika Politycznego Krytyka“ ist.

In Moskau beginnt die Herausgabe der literarisch-publizistischen Zeitschrift „Poiski“. Leitender Redakteur dieser Samisdat-Schrift ist Waleri Abramkin. Bis 1980 erscheinen insgesamt acht Ausgaben.

In Wilna (Vilnius) wird im Untergrund die „Litauische Freiheitsliga“ gegründet. Vorsitzender ist Antanas Terleckas.

Rudolf Bahro wird zu acht Jahren Gefängnis verurteilt. Die Zeit bis zu seiner Freilassung und der ausgehandelten Abschiebung in die Bundesrepublik verbringt er in der Stasi-Sonderhaftanstalt Bautzen II.

Die unabhängige Monatsschrift „Droga“ (Weg) erscheint – herausgegeben von Leszek Moczulski und den ihm nahestehenden ROPCiO-Aktivisten. In der ersten Ausgabe schreibt Moczulski von der Notwendigkeit, der Opposition in Form politischer Parteien zu organisieren. Ab 1980 ist „Droga“ das wichtigste Presseorgan der Konföderation Unabhängiges Polen.

China stellt seine Wirtschafts- und Militärhilfe für Albanien ein.

Ion Mihai Pacepa, stellvertretender Chef des Auslandsgeheimdienstes und persönlicher Sicherheitsberater von Nicolae Ceaușescu, ersucht in der Bonner US-Botschaft um politisches Asyl. Der Übertritt dieses hochrangigen Offiziers führt zu Chaos in den rumänischen Sicherheitsdiensten. Ceaușescu ordnet eine gründliche Säuberung dieser Dienste an.

Am Ende eines zweitägigen Streiks in Milejów, bei dem die Milchauslieferung gestoppt wird und der ein Protest gegen ein nachteiliges Rentengesetz ist, gründen die Landwirte aus mehreren Dörfern der Region um Lublin in Ostrówek das Provisorische Komitee der Bäuerlichen Selbstverteidigung (Tymczasowy Komitet Samoobrony Chłopskiej) als ein Gremium, das sie in den Verhandlungen mit der Staatsmacht vertreten soll. Die Leitung des Komitees übernimmt Janusz Rożek.

Vertreter der Charta 77 und des polnischen KOR (Komitee zur Verteidigung der Arbeiter) verabreden ein Treffen auf dem Wanderweg der Polnisch-Tschechoslowakischen Freundschaft im Riesengebirge, wo sie eine gemeinsame Erklärung verfassen. Später organisieren sie eine weitere Zusammenkunft in diesem Rahmen. Das dritte, für den 1. Oktober geplante Treffen wird von den tschechoslowakischen und polnischen Sicherheitsapparaten verhindert.

An den Schulen wird der obligatorische Wehrunterricht eingeführt. Die Kirchen protestieren gegen die Militarisierung des Schulbetriebs.

In dem Dorf Zbrosza Duża bei Grójec in Masowien formiert sich, maßgeblich unterstützt von Pfarrer Czesław Sadłowski, das Komitee der Bäuerlichen Selbstverteidigung der Region Grójec.

In dem Dorf Lisów (Woiwodschaft Radom) wird das Provisorische Komitee der Unabhängigen Bauerngewerkschaft (Tymczasowy Komitet Niezależnego Związku Zawodowego Rolników) berufen. Das Gründungsdokument ist von Tadeusz Fijałkowski, Henryk Kossut, Jan Kozłowski und Piotr Sęk unterzeichnet. Geistiger Vater und Initiator der Gewerkschaftsgründung ist Henryk Bąk. In einer späteren Erklärung vom 2. November 1978 werden die Ziele der Gewerkschaft umrissen: Verbesserung der Lebensbedingungen auf dem Lande (unter anderem durch die Einführung von Renten und bezahltem Urlaub), Verbesserung der Gesundheitsversorgung, Erarbeitung einer „Bauern-Charta“, Beteiligung der Landwirte an der Festlegung der Preise für landwirtschaftliche Produkte, Förderung der Entwicklung von Einzelhöfen.

Durch ein Attentat des bulgarischen Geheimdienstes stirbt der Dichter und Dramatiker Georgi Markow in einem Londoner Krankenhaus. Als BBC-Mitarbeiter hatte er in seinen Radiosendungen und Artikeln das kommunistische Regime in Bulgarien angeprangert.

Bei ROPCiO entsteht der Flügel der sogenannten Bewegung Freier Demokraten (Ruch Wolnych Demokratów; RWD). Diese Gruppierung unterstreicht besonders stark die Übereinstimmung ihres Handelns mit den Rechtsvorschriften. Die prominentesten Vertreter sind Karol Głogowski, Adam Pleśnar und Adam Wojciechowski.

In dem Dorf Łowisko formiert sich das Komitee der Bäuerlichen Selbstverteidigung der Region Rzeszów (Komitet Samoobrony Chłopskiej Ziemi Rzeszowskiej). Zu den 13 Gründungsmitgliedern gehören unter anderen Józef Bara, sowie Katarzyna und Stanisław Karaś.

Im Rahmen der in Warschau agierenden „Gesellschaft Freie Hochschule“ (Towarzystwo Wolnej Wszechnicy) etabliert sich der Gesprächskreis „Erfahrung und Zukunft“ (Doświadczenie i Przyszłość; DiP) als Forum einer gemäßigten, reformorientierten Kritik an der Regierungspolitik. Als der Gesprächskreis bereits nach seinem ersten Zusammentreffen von den Behörden aufgelöst wird, legt das sogenannte Serviceteam (dazu gehören unter anderen Stefan Bratkowski, Kazimierz Dziewanowski, Jan Strzelecki, Klemens Szaniawski und Andrzej Wielowieyski) basierend auf Umfrage-Ergebnissen unter Wissenschaftlern und Journalisten vier Berichte über den Zustand des polnischen Staates vor, die im Untergrund veröffentlicht und verbreitet werden (1978–81).

In Brünn kommt es zum Gerichtsprozess gegen eine Gruppe Jugendlicher, die sich für die Bürgerrechtsbewegung Charta 77 engagiert hatten. Sie hatten unter anderem unter Gleichaltrigen für eine vom Staat unabhängige Kultur geworben. Für das Organisieren von Konzerten und den Vertrieb von Samisdatliteratur werden Petr Cibulka, Libor Chloupek und Petr Pospíchal zu Haftstrafen von elf Monaten bis zu zwei Jahren verurteilt.

In der Ortschaft Stare Opole gründen die Einwohner der umliegenden Dörfer das elf Personen umfassende Podlachische Komitee zur Selbstverteidigung gläubiger Menschen (Podlaski Komitet Samoobrony Ludzi Wierzących), dem unter anderen Stanisław Karpik angehört. Das Komitee verbreitet Informationen über Repressionen lokaler staatlicher Behörden gegenüber der katholischen Kirche und sammelt Unterschriften unter eine Petition an den Sejm, in der die Übertragung von Gottesdiensten und die Ausstrahlung religiöser Sendungen in Radio und Fernsehen verlangt werden.

In Moskau wird der unabhängige Literaturalmanach „Metropol“ vorgestellt.