Dimitar Pentschew wird zum Tode verurteilt. Die Anklage lautet: programmatische Leitlinien des aufgelösten Bulgarischen Bauernvolksbundes verbreitet zu haben.

In Lemberg formiert sich nach Kiewer Muster ebenfalls ein Klub der schöpferischen Jugend. Zu den Gründungsmitgliedern gehören die Brüder Mychajlo Horyn und Bohdan Horyn.

Einführung der allgemeinen Wehrpflicht für alle Männer zwischen dem 18. und dem 50. Lebensjahr (ohne die Möglichkeit eines zivilen Wehrersatzdienstes).

Anna Rudzińska, Mitstreiterin des Klubs des Krummen Kreises, wird wegen ihrer Zusammenarbeit mit der Pariser Exilzeitschrift „Kultura“ zu einem Jahr Freiheitsentzug verurteilt. Ihre Verteidiger während des Prozesses waren Ludwik Cohn, Jan Olszewski und Aniela Steinsbergowa.

Der Klub des Krummen Kreises wird aufgelöst. Er hatte seit 1955 in Warschau existiert und im Oktober 1956 und den Folgejahren eines der wichtigsten Zentren unabhängigen Denkens dargestellt. Er vereinigte Intellektuelle, darunter Wissenschaftler, politische Aktivisten mit verschiedenem Werdegang und ehemalige Soldaten der Heimatarmee – insgesamt ein Kreis von etwa 300 Personen. Den Klub hatten Intellektuelle, die keiner Partei angehörten, geleitet, darunter Jan Józef Lipski, Aleksander Małachowski, Paweł Jasienica und Witold Jedlicki.

Im Umfeld der Warschauer Sektion des offiziellen Verbandes der Sozialistischen Jugend (Związek Młodzieży Socjalistycznej; ZMS) formiert sich das Diskussionsforum „Klub der Widerspruch Suchenden“ (Klub Poszukiwaczy Sprzeczności), in dessen Rahmen sich hauptsächlich Gymnasiasten treffen. Anliegen der Mitglieder (Seweryn Blumsztajn, Jan Gross, Adam Michnik und andere) ist eine zumeist von kommunistischen Positionen ausgehende kritische Diskussion ideologischer, politischer, zeitgeschichtlicher und ökonomischer Themen. Zu den Debatten werden auch Vertreter der sogenannten Revisionisten eingeladen (Leszek Kołakowski, Włodzimierz Brus, Bronisław Baczko). Schon im Sommer 1963 wird der Klub von den Behörden aufgelöst.

Schließung der Arbeitslager Lowetsch, Skrawena und Kuzijan. Im Laufe von drei Jahren warenwerden dort ohne Gerichtsurteil mehr als 1.200 Menschen festgehalten, von denen infolge der harten Haftbedingungen 150 sterben. 1944–62 sind in insgesamt 44 Lagern verschiedenen Typs 285.000 Menschen inhaftiert. In den ersten Jahren nach dem Umsturz vom 9. September 1944 werden über eine Million bulgarischer Bürger teilweise oder vollständig ihrer Bürgerrechte beraubt.

Unter Leitung des kommunistischen Parteisekretärs Drahomír Kolder wird eine Rehabilitierungskommission einberufen. Ihre Aufgabe ist es, die politischen Prozesse der 50er Jahre, in denen führende Genossen verurteilt worden waren, erneut zu prüfen. Die Gründung der Kommission ist ein Anzeichen für die einsetzende Entstalinisierung in den Ostblockstaaten nach dem XXII. Kongress der KPdSU 1961. Die Forderung einiger Kommissionsmitglieder nach lückenloser Aufklärung der Vergangenheit wird allerdings von der Parteiführung unterbunden.

Während eines Fluchtversuchs in den Westen wird der 18-jährige Peter Fechter erschossen. Er ist das erste Todesopfer an der Berliner Mauer.

Karol Modzelewski organisiert im Rahmen des offiziellen Verbandes der Sozialistischen Jugend (Związek Młodzieży Socjalistycznej; ZMS) einen offenen Politischen Diskussionsklub (Polityczny Klub Dyskusyjny), dem sowohl Studierende als auch Mitarbeiter der Universität Warschau angehören, darunter auch solche mit revisionistischen Ansichten. Zu den aktivsten Mitstreitern gehört Jacek Kuroń. Ein Jahr später wird der Klub verboten.

Vor dem Obersten Gericht der Lettischen SSR in Riga findet der Prozess gegen die Mitglieder der lettischen Untergrundorganisation „Baltische Föderation“ statt.

Nikita Chruschtschow besucht in der Moskauer „Manege“ aus Anlass des 30. Jahrestages des Künstlerverbandes eine Ausstellung. Beginn der Kampagne gegen den sogenannten „Abstraktionismus“ und von Schikanen gegen avantgardistische Maler.